Hitachi, Magic wand, Original, testbericht

Magic Wand Original (Hitachi) / Testbericht

3 x Magic Wand – Europe, Hitachi, Original

Ich hatte ja bereits berichtet: der Magic Wand ist eine Leihgabe von Freunden. Nach den ersten zwei Anwendungen stand für mich felsenfest, dass ich unbedingt auch sowas brauche und hab mich umgehorcht: muss ich wirklich die US-Version haben, oder tut es auch der Europe Magic Wand?

Letzterer hat übrigens nichts mit Hitachi zu tun, auch wenn er sehr ähnlich aussieht. Er wird von einer dänischen Firma hergestellt und vertrieben und entspricht in Design und Bauweise dem Original weitestgehend, besitzt aber sechs statt zwei Stufen zur Regelung der Intensität und hat einen abnehmbaren Silikonkopf. Überhaupt hat er viele Vorteile gegenüber dem US- Magic Wand: längeres Kabel, einfachere Beschaffung, Eurostecker 1

Natürlich wäre mir ein Modell mit europäischem Stecker lieber gewesen, aber wenn dieses nicht ebenso stark und umwerfend rappelt – was dann?!?!? Als ich mich mit Leuten kurzschloss, die sowohl das europäische als auch das US-Modell besitzen, erfuhr ich, dass der Europe Magic Wand im Hinblick auf die Kraft zwar toll sei, aber nicht ganz an das Original heranreiche, und so habe ich beschlossen, auf Nummer Sicher zu gehen und die für den nordamerikanischen Markt produzierte Variante zu bestellen, die unter dem Namen Hitachi berühmt geworden ist und nun unter neuem Label, nämlich Vibratex vertrieben wird.

Die japanische Elektronik-Staubsauger- und-sonstige-Maschinen-Firma Hitachi ist weiterhin der Hersteller dieses ursprünglich zur Muskelmassage konzipierten Gerätes. Aber offenbar findet Hitachi es neuerdings anrüchig, als Produzent des meistverkauften Vibrators der Welt zu gelten, denn es soll Leute geben, die ihn ganz eindeutig als Sexspielzeug betrachten – tsis, tsis! Deshalb wird der Magic Wand nun ohne die Nennung von Hitachi durch die Sextoy-Firma Vibratex als „Magic Wand Original“ vertrieben. Diese Distanzierung Hitachis kommt m.E. rund 45 Jahre zu spät und dürfte, wie das vorher Gesagte nahelegt, einigermaßen schwer fallen, denn nicht erst, seit Betty Dodson – die, klitorisfixiert wie sie allem Anschein nach ist, derartige Massagegeräte zum Heiligen Gral erklärte und dankenswerter Weise im Zuge Ihrer Aufklärungsarbeit populär machte – wissen Frauen was man damit außer Muskeln noch alles durchrütteln kann. Und so vermute ich, „der Hitachi“ wird wohl noch lange synonym mit dem Magic Wand genannt werden.

Hitachi und Magic Wand Original, vergleichAlso: ich habe für diesen Testbericht eigentlich zwei Geräte, die ich vergleichen könnte. Mein Neuer ist bereits von Vibratex (HV-260) und der Magic Wand meiner Freunde firmiert noch unter „Hitachi“ (HV-250R). Weil aber die unmittelbar wahrnehmbaren Unterschiede zwischen den beiden Geräten, sofern überhaupt vorhanden, marginal sind, halte ich mich mit Vergleichen nicht lange auf.

Auf der Herstellerseite wird angegeben, dass der Magic Wand innerlich etwas verbessert worden sei, was zu noch geschmeidigeren Vibrationen führe und nun auch leiser sein solle. Ich kann hinsichtlich der Vibrationen keinen Unterschied feststellen und finde, der alte Hitachi hört sich minimal netter an als der neue, weil er etwas teifer brummt, also in den hohen Frequenzen etwas leiser ist.

Äußerlich läßt sich festhalten: der Kippschalter im viereckigen blauen Bedienfeld2 sieht ein bisschen anders aus und der Name Hitachi fehlt nun.  Sonst ist alles, leider auch das Negative, unverändert geblieben:

Technische Details und sonstwie Wissenswertes

Der Kopf

Der Kopf ist leider immer noch aus PVC. Er ist 5,5 cm hoch und an der breitesten Stelle 6 cm im Durchmesser. Das Material gibt auf festen Druck geringfügig nach – ich würde es dennoch eindeutig als hart bezeichnen – und der Aufsatz lässt sich nicht abnehmen. Weil der Magic Wand außerdem nicht wasserdicht ist, erschwert das die Reinigung. Am besten nimmt man dafür Toycleaner-getränkte Tücher und nimmt die Rückstände des Desinfektionsmittels mit einem Klarwasser-getränkten Tuch ab. Obwohl ich sonst kein Fan von Desinfektion bin, würde ich ein Desinfektionsmittel zumindest alle 3-4 Einsätze empfehlen, weil die Oberfläche so eine Pseudo-Leder-Textur aufweist und allein daher schon nicht allzu leicht zu reinigen ist und PVC zu allem Überfluss ein poröses Material ist.

Abhilfe können hier spezielle Silikon-Kappen schaffen. Zum Einen muss man sich dann keine Sorgen um die Schadstoffbelastung und Hygiene des Materials machen, zum Anderen kann man diese Aufsätze nach Gebrauch abziehen und unkompliziert reinigen und sogar sterilisieren (kochen). Allerdings muss man darauf achten, welche Art von Kappen man kauft: es gibt welche, die über den Kopfaufsatz gestülpt werden und es gibt welche, die als Ersatz für den ganzen Aufsatz genutzt werden. Für Letztere muss man den Kopf des Wand-Massagers vom Vibrator entfernen können, was ja, wie gesagt, beim Hitachi/Vibratex nicht möglich ist.

Kopf und Hals des Magic WandDer Kopf ist durch einen flexiblen Hals mit dem Griffstück verbunden. Dieser Hals gibt nicht allzu viel nach, so dass sich der Kopf  mit einigem Kraftaufwand nur um etwa einen Zentimeter zur Seite neigen lässt. Man kann also ordentlich Druck ausüben, ohne dass die Vibration dadurch gedämpft würde. Übertreiben sollte man es nicht und bei normalem Gebrauch an Muskeln oder anderen Körperteilen kommt man auch gar nicht auf die Idee. Um zu probieren, wie weit ich gehen kann, habe ich ihn auf einer festen Unterlage mit reichlich großer Brutalität so weit wie möglich zu neigen versucht, wobei er einen leichten Schiefhals erlitt.

Sonstiges

Magic Wand, Testbericht, technische DatenOhne Schnur misst der Magic Wand vom Scheitel bis zur Basis 31,5 cm. Das Kabel ist mit 185 cm nach wie vor etwas zu knapp bemessen, und 30 g Gewichtsdifferenz bedeuten gegenüber den ursprünglichen 545 g eigentlich auch keine erwähnenswerte Erleichterung. Mit einem Kippschalter kann man zwischen sage und schreibe 2 Vibrationsstufen (5000, bzw. 6000 Umdrehungen pro min.) wählen. Man darf ihn maximal 25 Minuten rödeln lassen, bevor man ihm bis zur nächsten Benutzung mind. 30 min. Pause gönnen sollte, um ihn nicht zu überhitzen.

Der Konverter, Transformator, Spannungswandler (und was es sonst noch an Namen dafür gibt)

Man braucht einen AC-AC-Wandler, der die hiesige Spannung von 230V auf die 110V herunterregelt, für die der Magic Wand ausgelegt ist. Sonst geht er kaputt. Ich habe derzeit zwei Wandler bei mir: einen mit 50 und einen mit 75 Watt Leistung.

Konverter für Magic WandDen 75W-Wandler hatte ich zuerst, weil der zum Hitachi meiner Freunde gehört, und ich mag ihn viiiiiel lieber! Ich dachte zuerst, dass mein neuer Vibratex-Wand nicht hält, was er verspricht und nun doch viel schwächer ist als der Hitachi, weil die Frequenz viel geringer war und es nicht so kräftig rüttelte. Aber in Verbindung dem 75W-Konverter lief er zur vollen Form auf und ich war wieder ausgesöhnt mit der Welt. Der einzige Nachteil: nun muss ich mich nach einem stärkeren Spannungswandler umschauen.

Natürlich tut es auch der 50W-Konverter, aber nicht so gut, und da ich den Unterschied kenne, schmerzt er mich. Hier benutze ich viel öfter die zweite Stufe, während mir beim 75W-Spannungswandler die erste Stufe für die ersten paar Orgasmen völlig ausreicht und ich relativ selten das Bedürfnis habe, die zweite Stufe einzuschalten. Die Intensität kann man – abgesehen von den äußerst großzügig (Ironie!!!) bemessenen zwei Stufen – durch Hosen, Tücher, etwas Einfühlung und die Wahl des Aufsatzpunktes ganz gut variieren.

Erfahrungen mit den Magic Vibrations

Wer sich nach alledem und trotz des wirklich äußerst nüchternen Erscheinungsbildes des Magic Wand unter „magic“ immer noch etwas irgendwie Bezauberndes vorstellt, sollte derartige Gedanken spätestens jetzt ganz schnell fallen lassen. Mit Magie hat die Wirkung des Magic Wand nämlich nicht das Geringste zu tun, sondern mit purer, sturer Mechanik, woraus das Gerät weder im Hinblick auf Optik oder Haptik und erst recht nicht hinsichtlich der Akustik einen Hehl macht: der Magic Wand ist eine rohe, derbe, laute Orgasmus-Maschine und absolut nichts für Blümchensex-Fetischisten, die auch nur im letzten Winkel ihres ästhetisch gesinnten Hirns auf die Idee kommen, z.B. törtchenförmige3 Vibratoren in Erwägung zu ziehen.

Nicht zu bändigende Vibrationen verschaffen mir aus dem Kaltstart binnen 60-120 Sekunden einen Orgasmus – und das selbst durch die Jeans hindurch! Dazu hat es sich bewährt, den Kopf mit dem Scheitel horizontal direkt gegen die Vulva zu drücken. Bemerkenswerter Weise erhöht sich die Wirkung, wenn ich meine Schenkel etwas zusammen- und somit ebenfalls gegen den Vibrator drücke. Dann stellt sich bald unwillkürlich das unwiderstehliche Bedürfnis ein, das Becken abwechselnd rück- und bauchnabelwärts zu kippen, wodurch die Stimulation ein wenig variiert und abwechselnd intensiviert wird. Und dann dauert es nicht lange, bis ich zartsinnig-kultiviertes Wesen mich in ein brunftiges und jenseits aller Selbstkontrolle grunzendes Etwas verwandle – M.a.W.: Es ist GrrrOoOßaRtiG!!!

Wenn ich den Vibrator direkt appliziere, ist es mir äußerst unangenehm, ihn direkt auf das Köpfchen oder auch nur auf den Schaft der Klitoris zu setzen, und so beginne ich – den Griff steuerknüppelartig vor meinem Bauch in ein oder zwei Händen – auf dem Schamhügel, schiebe und ziehe den Kopf des Magic Wand vor und zurück über das Schambein hinweg, wobei ich zunächst nur ganz kurz und flüchtig, dann immer länger und intensiver den obersten Anteil des Kliorisschaftes berühre. Nach und nach bewegt sich mein Becken fast automatisch und völlig klitorisgesteuert und intensiviert immer wieder mehr den Kontakt.

Wieder finde ich es vorteilhaft, die Oberschenkelinnenseiten etwas mit einzubeziehen und was ich auch noch entdeckt habe: besonders ein unter etwas festerem Druck ausgeübter Zug über den oberen Klitorisanteil und den Schamhügel in Richtung Bauchnabel ist bei dieser Prozedur das Leckerste überhaupt! Aber ich denke, hier nützen weitere Beschreibungen wenig und jede kann selbst ausprobieren, was für sie am besten funktioniert.

Was ich bei dem Spielen mit dem Magic Wand auf jeden Fall brauche ist ein relativ fester Druck. Wenn ich ihn nicht andrücke, beginnt es unerträglich zu kitzeln. Aber ganz abgesehen von Druck oder Nicht-Druck: nach einiger Zeit ist das bespielte Gebiet etwas taub und kribbelig und ich kann dann sogar direkt auf die Klitoris (d.h. den äußeren Anteil davon) gehen und muss das sogar teilweise tun, um noch einen oder ein paar Orgasmen aus ihr herauszukitzeln. Wenn ich mal nicht genug bekommen konnte und es daher ein wenig übertrieben habe, puckert es noch längere Zeit danach und ich bin ganz sensibel.

Vielleicht hören sich meine Beschreibungen etwas zu kompliziert an, aber im Grunde ist es ganz einfach, und der Orgasmus ist wohl für die meisten nahezu unausweichlich. Ich zumindest bin noch nie auf derart absolut geistlose Art und Weise derart schnell und intensiv über die Klitoris gekommen!

Doch die Sache hat einen Haken, denn sie endet bei mir relativ häufig auf eine von zwei Weisen: entweder hat sich irgendwann die Klitoris müde gezuckt und will nicht mehr, aber wirklich tiefe Befriedigung ist in weite Ferne gerückt, oder, wenn ich es nicht so übertreibe: der Magic Wand lässt mich vollkommen juckig und geil zurück und ich habe das Bedürfnis, je nach Verfügbarkeit, mit dem Liebsten zu vögeln oder nach einem Dildo zu greifen, um wirklich und endlich echte Befriedigung zu erlangen. Letzteres muss aber gar kein Nachteil sein, denn ein bisschen mehr Geilheit kann beim Sex ab und an ja nun wirklich nicht schaden. :O)

Obwohl ich es gern täte: ich mag es überhaupt nicht, den Magic Wand irgendwo stationär zu verwenden, um mich mehr oder weniger freihändig daran zu reiben – aus einem ganz einfachen Grund: Er ist ohnehin schon ziemlich laut, aber wenn man ihn, besonders den Kopf, irgendwo ablegt oder andrückt, überträgt sich die Vibration auf die Unterlage, und es ergeben sich u.U. Geräusche mit dem Lautstärkepegel eines kleinen Düsenflugzeugs, die sich nur durch orgiastisches Geschrei übertönen lassen – was sich beides nicht allzu gut macht, wenn das eigene an das Schlafzimmer der Nachbarin grenzt.

Die Lautstärke ist generell recht hoch, aber auf der ersten Stufe mit 5000 Umdrehungen noch durchaus angenehm, weil der Vibrator da recht ruhig und tief brummt. Auf der zweiten Stufe bei 6000 Umdrehungen pro Minute hingegen finde ich das Geräusch etwas nerviger, sirrender. Die Vibrationen wandeln sich auch deutlich vom Rumpeln/Klopfen zum Summen/Britzeln, aber sind für mich gerade noch angenehm und intensiver als die der ersten Stufe, die ich jedoch i.d.R. bevorzuge und die mir fast immer ausreicht.

Der Magic Wand Original in Kürze

Hitachi, Magic Wand, Original, TestberichtPro: Ultrastark und grob rumpelnd; wirkt hochwertig und langlebig; gut für großflächige und tiefgehende Stimulation; es gibt viele Attachments / Aufsätze, auch für den inneren Gebrauch4; wird als Muskel-Massagestab verkauft und ist auch dafür gut zu gebrauchen und somit ein unverfängliches Geschenk.

Contra: Kopf nicht abnehmbar, sehr schlecht zu reinigen und auch noch aus PVC!!! – also völlig unzeitgemäß; Schnur ziemlich kurz; sehr laut; nur zwei Intensitätsstufen; erfordert einen Konverter; für manch eine/n vielleicht zu heftig

Material: Hartplastik, PVC

Maße: Griffstück: 23,5 x max 4,8 cm; Kopfaufsatz: Höhe: 5,5 cm; Durchmesser: max. ca. 6 cm; Kabel: 185 cm

Gleitgel: Kompatibel mit jedem Gleitgel.

Reinigung und Pflege: Abwischen mit feuchtem Tuch. Ich empfehle zumindest ab und an einen Toycleaner.

Hitachi, Vibratex Magic Wand,Verpackung: Orthopädiefachhandeltauglich und passend zum Design des Gerätes: ein schlichter Pappkarton mit Produktbild und mit der groooßen Aufschrift „Magic Wand Original“ Anbei eine Gebrauchsanweisung, die anhand einer Zeichnung die potentiell zu massierenden Zonen der Frau zeigt, wobei die – im wahrsten Sinne des Wortes – zentrale Region und somit (machen wir uns doch nichts vor) das interessanteste Haupteinsatzgebiet derartiger Geräte in peitätvoller Weise ausgeklammert ist.

Alternativen

Dasselbe, nur besser (finde ich) ist der Europe Magic Wand. Dieselben Vibrationen mit einer größeren Bandbreite an Intensität in einem kleineren Wand bekommt man vom Palm Power von Swan Vibes.

  1. Notiz vom 01.06.2014: Vor einer Woche habe ich den Europe Magic Wand zum Testen bekommen und werde ihn in zwei bis drei Wochen vorstellen und dann auch mit dem Magic Wand Original vergleichen  Zurück zum Text
  2. eines der wesentlichen Merkmale, um das Original von einer Fälschung zu unterscheiden, weitere Informationen findet Ihr in dieser aufschlussreich amazon-Rezension von M. Fischer und hier  Zurück zum Text
  3. an alle die nicht so gut Englisch können: dies ist KEINE Produktempfehlung!!! sondern ein absolut berechtigter Verriss!!! Und derer gibt es viele!!!  Zurück zum Text
  4. hier zwei weniger gelungene Beispiele und hier ein paar schönere aus Silikon  Zurück zum Text

Ein Gedanke zu „Magic Wand Original (Hitachi) / Testbericht

  1. Kleiner Tipp zum “saver machine sex”, einfach ein Kondom über den Kopf des Zauberstabes ziehen, z.B. Billyboy B² Extra Gross.
    Das abstehende Reservoir des Kondoms ist ganz nett zum Kitzeln beim Warmwerden.
    Das Ganze klappt auch bei den blauen Vibratex Aufsätzen, auch da geht mühelos ein Kondom drüber, inkl. Kopf vom Hitachi, angesichts des unbekannten Materials nicht die schlechteste Lösung.

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