PicoBong, Moka, Testbericht

PicoBong: Moka / Testbericht

Wer mit dem Gigi 2 von Lelo liebäugelt, aber keine Lust hat, den hohen Preis zu berappen, tut gut daran, dies tatsächlich nicht zu tun! Vielmehr rate ich, den Moka von PicoBong für die Hälfte des Gigi-Preises kaufen.
Das ist zwar immer noch ein bisschen zu teuer, erst recht für einen batteriebetriebenen Vibrator.1 Aber es lohnt sich eben, diesen Preis zu zahlen, wenn man etwas sucht wie den Gigi – nur besser! Ich würde den Moka dem Gigi/Gigi 2 sogar dann vorziehen, wenn sie beide gleich viel kosten würden!

Weshalb ich den Lelo Gigi blöd fand und den PicoBong Moka liebe

Picobong, Moka, TestberichtDass ich den Gigi blöd finde, sage ich natürlich nicht so dahin, sondern ich weiß, wovon ich spreche, denn ich besaß ihn, und er ging mir damals ziemlich auf den Keks. Dem Link folgend könnt Ihr den Gigi und Moka im direkten Vergleich sehen. Der einführbare Teil ist dermaßen kurz bemessen, dass man kaum Spiel hat. Der Gebrauch wurde mir zusätzlich dadurch erschwert, dass der Griff, auf dem ich wegen der Bedientasten ohnehin kaum Platz zum Greifen hatte, bald mit Gleitgel und/oder Sekreten beschmaddert und schlüpfrig war. Mir war außerdem die Kurve zu schwach ausgeprägt, als dass ich bequem Druck auf den G-Punkt hätte bringen können. Also: ein ziemlicher Schuss in den Ofen. Alles in allem nicht wirklich schlecht, aber keineswegs gut für mich.

Ganz anders der Moka!

Lelo Ella, PicoBong Moka, VergleichDenn seht doch nur! Er hat doch tatsächlich dieselbe hinreißende Kurve und Kopfform wie mein heißgeliebter Ella! Und besser noch als jener ermöglicht er eine intensive G-Punkt-Stimulation dadurch, dass der Kopf größer und der Vibrator insgesamt länger ist und knallhart – also ab-so-lut und überhaupt nicht flexibel! Denn er besteht, wie alle Vibratoren von Lelo/PicoBong aus Hartplastik, das mit einer Schicht sehr festen Silikons überzogen ist.

Weshalb ich den Ella dennoch nicht missen möchte, ist, weil ich ihn letztlich etwas vielseitiger einsetzen kann. Damit meine ich nicht nur (und auch nicht in erster Linie), dass er doppelseitig verwendbar ist, sondern vor allem, dass ich ihn aufgrund des geringeren Umfangs und der leichten Flexibilität schon am Anfang des Spiels sehr gut verwenden kann. Sehr bald ist es dann auch möglich, das Köpfchen aus der Scheide hinaus- und wieder in sie hineingleiten zu lassen – was ich ja sehr mag!
Lelo Ella, Picobong Moka, Vergleich 2Das geht mit dem Moka erst, wenn ich schon stärker erregt bin, und selbst dann finde ich es nicht immer berauschend, weil der Druck der Kante gegen mein Schambein doch sehr konzentriert ist. Er ist für mich also eher ein Dildo, den ich während des Gebrauchs innen belasse. Dort leistet er dann unglaublich gute Dienste, wenn ich seinen Kopf mit der flachen Seite immer wieder vom Schambein aus gegen den G-Punkt gleiten lasse – also mit ihm die berühmte „Komm her“-Bewegung ausführe, nur andersherum. Göttlich!!!

Was ergibt sich daraus also für eine naheliegende Konsequenz? – genau: zuerst kommt der Ella zum Einsatz und das Finale besorgt dann der Moka. So einfach ist das!

Ach ja! Da war doch noch was…

öhöm…

Der PicoBong Moka vibriert auch

Picobong, Moka, BatterienUnd zwar für einen Vibrator, der von zwei AAA-Batterien (Micro) betrieben wird, ziemlich anständig.

Bedienen kann man den Moka über drei Tasten an der linken Seite (also links, wenn er dort steckt, wo er gebraucht wird): eine Anschalt- und “+”-Taste und eine “–” – und Ausschalttaste. Dazwischen liegt eine M-Taste, mit der man sich durch das Menü zappen kann, das aus der obligatorischen gleichmäßigen Vibration in verschiedenen Geschwindigkeiten besteht und einer ziemlich hohen Anzahl (11) an, wie ich finde, größtenteils recht brauchbaren Intervall-Programmen. Die Intensität der einzelnen Programme kann man individuell regeln.

Die Vibrationen sind auf den unteren Levels einigermaßen grob und viele Rezensentinnen finden sie insgesamt durchaus vergleichbar mit jenen des Gigi und Gigi 2.2 Und da sich der Motor im Kopf des Moka befindet kommen sie auch direkt dort an, wo sie hin sollen: am G-Punkt. Durch das harte Material werden sie kaum gedämpft, so dass ich sie dort gut spüre. Das ist angenehm, aber ehrlich gesagt gefällt mir der Moka ohne Vibration genauso gut und so nutze ich sie kaum.

Picobong, Moka, G-Punkt, VibratorKlitoral kann ich mit dem Moka zwar kommen, aber es dauert relativ lange und ist mir den Aufwand nicht wirklich wert. Für das ungetrübte Vergnügen sind mir die Vibrationen insgesamt dann doch noch zu schwach und summsig. Vibrationen dieser Intensität sind für mich einzig und allein dann wirklich nützlich, wenn ich nebenher mit einem Dildo spiele. Da mag ich sie gern, da sie mich nicht so sehr vom eigentlichen Geschehen ablenken, und so als diskreter Erfüllungsgehilfe dienen.

A propos diskret: Der Moka ist sehr leise!

Gewöhnungsbedürftig ist sicherlichfür so manche/n die Position der Tasten. Sie hat auch den Nachteil, dass die Finger u.U. beim Bedienen in Kontakt mit allerlei Glitschigem kommen, so dass der Vibrator etwas schlüpfrig wird. Immerhin läuft man kaum Gefahr, versehentlich etwas zu verstellen.

Das einzig wirklich Blöde am Moka ist, dass er sich mitunter einfach ausschaltet, wenn ich den Menü-Knopf betätige. Das hat er schon ein paar Mal gemacht und ich habe von derartigen Unzuverlässigkeiten auch in einer anderen Rezension gelesen. Hebt Euch also den Einkaufsbeleg auf und reklamiert ihn gegebenenfalls!

Ich pfeife aber insgesamt auf die Vibrationen des Moka und freue mich über einen äußerst feinen G-Punkt-Dildo.

Ein paar Gedanken zu Batterien

Ich bin bei batteriebetriebenen Vibratoren ambivalent. Einerseits finde ich einen verbauten Akku nicht unbedingt praktischer als Batterien, ganz im Gegenteil: wenn der Akku alle ist, muss ich ihn erst einmal aufladen und das heißt: warten, bis der Vibrator wieder funktioniert. Batterien kann ich sofort austauschen – und weiter geht’s.
Andererseits sind batteriebetriebene Vibratoren oft nicht so kraftvoll wie akkubetriebene und als ganz entscheidend ist zu werten, dass sie ökologisch frevelhaft sind, sofern man sie mit Einweg-Batterien betreibt.

Es gibt gute Akkus und ich schwöre ja auf die eneloop-Akkus von Sanyo. Aber ausgerechnet diese frisst mein Moka nicht! Rätselhaft!3 Andere Akkus jedoch funktionieren prima. Allerdings läuft der Moka – das muss ich leider zerknirscht zugeben – länger bei gleichbleibender Kraft mit normalen Batterien.

Im Folgenden ein kleines Filmchen zum Vergleich von PicoBong Moka und Mona 2 von Lelo

Der PicoBong Moka in Kürze

Picobong, MokaPro: Als G-Punkt-Dildo ist er für mich perfekt und ein schönes Lelo-Ella-Upgrade: fester, länger, mit ebenso toller Kurve und größerem Kopf. Die Vibrationen sind, soweit ich aus verschiedenen Quellen weiß, denen des Gigi 2 ebenbürtig und immerhin so kräftig, dass sie selbst aus meiner heiklen Klitoris noch etwas herauskitzeln können und an meinem G-Punkt zu spüren sind. Die Position der Tasten macht den Moka griffig ohne die Gefahr, ihn aus Versehen zu verstellen. Wasserdicht.

Contra: Nichts für diejenigen, die starke Vibrationen brauchen. Nimmt nicht alle Akkus. Position der Tasten ist gewöhnungsbedürftig. Dauerhaften Batterieverbrauch muss man mit dem Gewissen vereinbaren können. Als Dildo nicht so vielseitig wie der Ella. Schaltet sich manchmal einfach aus.

Maße: Länge: 19.5 cm; davon einführbar: ca. 14 cm; Durchmesser: 2,3 – 3,5 cm; Fläche auf dem Kopf: 4,5 x 3 cm

Material: festes Silikon, ABS

Gleitgel: auf Wasserbasis

Stromversorgung: 2 x AAA (Micro)

Reinigung und Pflege: Waschen mit warmem Wasser, Seife oder Spüli, Desinfektion mit Toycleaner. Der Moka ist wasserdicht.

Verpackung: Pappschachtel in der Farbe des Vibrators mit Sichtfenster.

Farboptionen: Hellblau, Pink, Lila

Alternativen

Die eigentlich wünschenswerte Alternative wäre ein Vibrator mit starkem Akku und Mona-2-Motor in Moka-Form. Da es das aber nicht gibt, muss man nehmen, was da ist: Den Lelo Gigi 2 nimmt, wer es akkubetrieben mag und mit den  Nachteilen leben kann – was ich nicht empfehlen würde. Ebenfalls akkubetrieben, aber mit stärkerer und groberer Vibration ist der Lelo Mona 2, der allerdings meiner Ansicht nach eine nicht ganz so optimale Form hat. Ganz ähnlich geformt, aber – aufgrund der geringeren Größe und höheren Flexibilität – etwas sanfter und gänzlich ohne Vibration stimuliert der vielseitig einsetzbare Lelo Ella.

  1. Und das erklärt sich wahrscheinlich zu einem gut Teil dadurch, dass PicoBong eine Tochter aus dem Hause Lelo ist, das ja nicht unbedingt dafür berühmt ist, bei seinen Preisen zimperlich zu sein. Ich hatte übrigens keinen guten Start mit der Marke PicoBong und möchte dringend von ihren Mini-Vibratoren abraten: viel zu teuer, oft mangelhaft verarbeitet und die Vibration ist schwach und summsig. Außerdem ist die Bedienung bei allen, also auch bei den einführbaren Modellen, auf dem Corpus – man darf sich fragen, was der Designer sich dabei gedacht hat!  Zurück zum Text
  2. der, glaubt man Epiphoras zuverlässiger Klitoris, keineswegs stärker ist als der Gigi der ersten Generation  Zurück zum Text
  3. Ich wähne eine Verschwörung gegen Sanyo in meinen vier Wänden, denn mein Diktiergerät boykottiert die eneloop-Akkus ebenfalls.  Zurück zum Text

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