Swan Vibes, Whooper Swan, Testbericht

Swan – Whooper Swan / Testbericht

Ich kann mich gar nicht genug wundern und freuen über meinen Whooper Swan!1 Ziemlich unglaublich ist ja bei einem Rabbit dass er prima passt. Und ebenfalls einen Grund zur freudigen Verwunderung liefern die wirklich unglaublich grob rumpeligen und zu beinahe vollständiger Inaktivität verleitenden Vibrationen!

Doch bevor ich darauf zurückkomme, erst einmal Äußerlichkeiten und anderweitig Technisches

Äußerlichkeiten und Technisches

Wie alle Swan Vibratoren dieser Serie sieht der Whooper aus wie aus einem Guss. Einzig eine unscheinbare Naht, die über den gesamten Corpus verläuft sowie eine kleine Steckdose für den Aufladestecker trüben diesen Eindruck. Unter der recht dünnen Silikonschicht ist der Whooper knallhart jedoch nicht vollkommen starr. Denn an zwei Stellen ist er flexibel: der Klitorisarm lässt sich zurückneigen und der einführbare Anteil lässt ebenfalls Bewegung zu, wobei die flexible Stelle sich gegenüber dem Klitorisärmchen befindet.

Swan Vibes, Whooper Swan, USB, Ladekabel, AkkuAm Griff des Whooper befindet sich auf der Unterseite eine winzige Buchse für den Aufladestecker. Letzterer wird durch die Silikonhülle geschoben. Das kleine Löchlein schließt sich nach dem Ziehen des Steckers sofort wieder luft-und wasserdicht. Auf der Oberseite befinden sich zwei Knöpfe – je einer für die zwei Vibratoren, die in dem Whooper stecken. Diese Einfachheit spiegelt sich auch in der Auswahl an Vibrationsprogrammen wider: es gibt nur gleichmäßige, stufenlos intensivierbare Vibration, keine Intervallprogramme o.ä. Ich kann sehr gut damit leben, manch anderem Spielkind könnte da aber vielleicht etwas fehlen.

Geregelt wird also das An- und Ausschalten sowie die Intensität der Vibration über einen einzigen Knopf, und zwar per “press and hold”. Swan scheint sehr stolz darauf zu sein, und man darf sich gern wundern, warum eigentlich,2 denn dieses Konzept ist schon recht gewöhnungsbedürftig, wie ich beim Palm Power bereits ausgeführt habe. Es funktioniert so: Jeweils ein kurzes Drücken (press) startet und stoppt den Vibrator. Die Intensität der Vibration jedoch lässt sich nur erhöhen, wenn man den Knopf mindestens einen kleinen Tick länger gedrückt hält (hold). Wenn man zu kurz drückt, ist er gleich aus, der Whooper, und man selbst erst mal verdutzt. Die Tasten sprechen prima an, was aber die Gefahr eines versehentlichen Ausschaltens erhöht.

Aber das hört sich nun schlimmer an als es ist, finde ich. Und ich denke, etwas Einübung und eine gewisse Frustrationstoleranz sind gut investiert in den Spaß, den man mit dem Whooper haben kann – wenn er passt.

Passt er? Und falls ja: wie, und wie gut?

Swan Vibes, Whooper Swan, TestberichtFalls er passt. Das ist ja ein bekanntes Problem bei Doppelstimulatoren. Noch einmal erschwert wird die Sache, wenn man den inneren Anteil zwecks G-Punkt-Stimulation auch noch bewegen will. Dann kann der zuvor mühsam erarbeitete Sitz auf der Klitoris schnell mal flöten gehen. Und der Whooper ist ja der Form nach eindeutig zur G-Punkt-Stimulation prädestiniert: Der ca. 10,5 cm lange einführbare Teil ist herrlich gebogen und endet in einer wundervoll ausgeformten Verdickung, in der sich der Vibrator befindet.

Bei mir passt der Whooper wirklich prima! Zwar war es am Anfang ein wenig heikel und es hat mich drei, vier Anläufe gekostet, herauszufinden, was ich genau tun muss, damit er angenehm sitzt und seine volle Wirkung entfalten kann, aber jetzt, da ich es weiß, kann ich den Whooper ohne Schwierigkeiten in die richtige Position bringen – und los gehts.

Wenn ich den Whooper nicht weit genug einführe, tritt ganz deutlich mein übliches Problem zutage: die Harnröhre wird irritiert und es brennt unangenehm, vor allem natürlich, wenn ich ihn dann auch noch einschalte. Weil das Klitorisärmchen sich nur widerstrebend nach hinten biegt, bekomme ich die nötige Einführtiefe am besten hin, indem ich den Vibrator am Griff recht weit nach hinten neige. So findet die große Wölbung hinter dem Schambein schnell den richtigen Punkt und drückt ordentlich dagegen. Der Klitorisarm kommt dann bei mir mit seinem oberen inneren Anteil druckvoll auf der Vulva zu liegen.

Swan Vibes, Whooper Swan, TestberichtWer hier allerdings keinen Druck, sondern z.B. lieber flatternde Bunny-Öhrchen mag, für die ist der Klitoris-Vibrator des Whooper definitiv nichts. Eine gute Bekannte, die mir einst ihren Whooper zum Testen überließ, biegt den kleinen Arm bei Bedarf mit dem Daumen zurück, um den Druck abzumildern oder den Klitorisstimulator ganz außen vor zu lassen. Man kann den Vibrator natürlich auch ohne eine solche Maßnahme “bis zum Anschlag” einführen, so dass der Klitoris-Arm mit der ganzen inneren Länge auf der Vulva zu liegen kommt, aber das fühlt sich bei mir ein wenig an, als habe sich ein Hummer am Schambein festgeklammert. Sicherlich muss man ein bisschen herumprobieren, bis man für sich die richtige Position der beiden Vibratoren gefunden hat, und es ist bei Rabbits natürlich immer die Frage, ob er so gut passt, dass man denkt: “Oooh, Jaaa, genau daaa!!!”

Ich richte es immer so ein, dass der äußere Vibrator von links (meine Klitoris-Lieblingsseite) gegen den Klitorisschaft knapp oberhalb des Klitorisköpfchens drückt.  Der innere Arm muss zumindest so weit drin sein, dass am Schambein nichts drückt. Die Größe der inneren Wölbung (d ca. 4 cm) und deren etwas gedrungene Form ist für mich am G-Punkt perfekt.  Dadurch, dass beide Anteile des Whooper etwas flexibel sind, habe ich genügend Spielraum, hier zusätzlich alternierenden Druck auszuüben, ohne dass der Klitorisarm ins Abseits gerät. Na, und dann kann es losgehen!

Die Vibration

Swan Vibes, Whooper Swan, TestberichtDer größere der beiden Whooper-Motoren stellt eine echte Ausnahme dar. Denn er ist bisher3 der stärkste in der ganzen Serie verbaute Motor.  Im Vergleich zu vielem anderen, was der Markt so bietet, sind zwar auch die anderen ornithologisch benannten Vibratoren von Swan recht kräftig, aber noch deutlich weniger rumpelig als z.B. der Mona 2 von Lelo. Der Whooper hingegen ist noch einmal stärker als der Mona 2, wie ein Video am Ende des Mona-2-Testberichts verdeutlicht. Die Vibrationen haben eine sehr klopfige, ratternde Qualität – wie übrigens auch das Geräusch! – längst nicht so weich wie der Mona 2 und insofern auch nicht zum Einschmeicheln tauglich. Quantität und Qualität der Vibration entspricht eher dem We Vibe Tango. Das heißt: der große Vibrator des Whooper ist auch ein Klitoris-Vibrator, wie ich ihn liebe! Na, und am G-Punkt ist er auch das, was ich liebe und somit neben dem Mona 2 und dem Genius-Aufsatz für den Europe Magic Wand bislang einer der wenigen G-Punkt-Vibratoren, den ich als Vibrator wirklich zu schätzen weiß: fokussiert, so dass der Scheideneingang weitgehend in Ruhe gelassen wird und deutlich spürbar differenziert – und natürlich sehr intensiv stimulierend!

Der kleinere Vibrator im Klitorisarm hält dem Vergleich mit dem Tango leider nicht stand. Die Vibrationen haben eine vergleichsweise summsige Qualität. Beachte: vergleichsweise! Sie sind deutlich grober als die der britzeligen kleinen FF-Deluxe-Vibratoren, aber noch wesentlich feinschlägiger als die des Mona 2. Das bringt es mit sich, dass ich die beiden Whooper-Vibratoren aufeinander abstimmen muss, damit meine wählerische Klitoris nicht das Gefühl bekommt, sie werde vernachlässigt. Denn weil der Innenarm so dermaßen stark ist, spürt man außen an der Klitoris schnell mal nichts mehr. 4

Was ich ganz besonders witzig finde, ist, dass es beim Abstimmen der Vibrationen aufeinander immer wieder zu Interferenzen, also Überlagerungen der Schwingungen kommt, wodurch der Vibrator noch einmal grober zu pulsieren scheint. Das und anderes versuche ich in folgendem Video ein wenig zu verdeutlichen.

Sonstiges

Die Oberfläche es Whooper ist gummiartig rutschhemmend, weshalb ich den Einsatz von wasserbasiertem(!) Gleitgel empfehle.

Mithilfe eines gleichzeitigen Drückens beider Tasten kann man die Tastensperre aktivieren und deaktivieren – der Whooper ist also ein guter Reisebegleiter.

Die Ladezeit beträgt, wenn er vollständig entladen ist, ca. zwei Stunden, abhängig vom verwendeten USB-Adapter variiert die Dauer. Wie lange er insgesamt läuft, weiß ich nicht, aber es ist schon ziemlich lange und hängt natürlich von der Intensität ab. Der Hersteller gibt sieben Stunden an. Es ist aber auf jeden Fall deutlich weniger, und die Angabe bezieht sich sicherlich nur auf die Rappelzeit auf konstant unterster Intensitätsstufe – und wer macht denn sowas?! Zur Sicherheit empfehle ich, ihn ab und an zwischendurch zu laden. Während des Ladens leuchtet ein kleines Lämpchen unterhalb der Ladebuchse – ist es aus, ist er voll.

Der Whooper Swan in Kürze

Swan Vibes, Whooper Swan, TestberichtPro: Ein Rabbit der mir passt! Aufgrund der Flexibilität beider Anteile kann ich mir auch vorstellen, dass er vielen Frauen passt. Tolle Form für druckvolle G-Punkt-und Klitorisstimulation. Seeehr starke Vibrationen im einführbaren Teil und sehr anständige Vibration im Klitorisärmchen. Größerer Anteil ist solo auch sehr gut zur Klitorisstimulation geeignet. Ausdauernder, starker Akku, Laden per USB-Kabel, Tastensperre, wasserdicht, prima Verarbeitung.

Contra: Ein Restrisiko des Nicht-Passens bleibt bei Rabbits immer. Manch einer ist der Druck auf die Klitoris vielleicht zu stark und die harten Vibrationen sind sicherlich auch nicht jederfraus Sache. Der Klitoris-Vibrator könnte für mich gern noch stärker sein und wird vom G-Punkt-Vibrator leicht “übertönt”. Die Oberfläche ist etwas gummiartig und erfordert Gleitgel. Keine Vibrationsprogramme und kein Verringern der Vibration möglich. “Press and Hold”-Bedienung ist gewöhnungsbedürftig.

Maße: Länge insgesamt: ca. 19 cm; davon einführbar: ca 10,5 cm; Innenlänge des Klitorisarmes: ca. 4,3 cm; Durchmesser: Innenarm: 2,3 – 4 cm; Klitorisarm: 2,2 – 2,8 cm; Griff: ca. 3,5 cm

Material: Silikonhülle um einen festen Corpus

Gleitgel: auf Wasserbasis

Reinigung und Pflege: Waschen mit warmem Wasser, Seife oder Spüli, Aufbewahrung: im mitgelieferten Beutelchen oder in einer Plastiktüte zum Schutz vor Staub. Desinfektion: Toycleaner

Swan Vibes, Whooper Swan, VerpackungVerpackung und Ausstattung: Weiße, feste und sehr ansprechende Pappkiste mit Magnetverschluss und schwarzem Innenleben. Darauf eine Abbildung des Vibrators. Mehrsprachige, auch deutschsprachige Gebrauchsanleitung. USB-Ladekabel zum Anschluss an einen Computer oder einen Steckdosenadapter. Viiiiiel zu großes Satinbeutelchen zur Aufbewahrung.

 

  1. in Amerika segelt die magentafarbene Swan-Serie unter der Flagge von Jopen und ist unter dem Namen Vanity unterwegs und der Whooper heißt dort Vanity VR-6  Zurück zum Text
  2. Die Spielzeughersteller-typisch schwurbelige Begründung findet man in der Gebrauchsanleitung: “Swan stellt mit Stolz die neue Funktion “Drücken und Halten” vor, welche die natürliche Eskalation der menschlichen Leidenschaft imitiert. ” – hihi :O) niedlich, oder?  Zurück zum Text
  3. Im Frühjahr nächsten Jahres soll der Swan Wand (bisher auch bekannt unter Palm Power Recharge) auf den Markt kommen, der trotz ähnlichen Designs und Akku-Versorgung noch stärker sein soll als der Whooper und sich beinahe mit dem netzbetriebenen Palm Power messen können soll!  Zurück zum Text
  4. Dangerous Lilly beschreibt in ihrem Review das Gefühl, als würde ihre Klitoris (gemeint ist sicherlich der äußere Anteil) von innen nach außen massiert. Ich stimme dem vollkommen zu, und es ist ja auch naheliegend, dass es sich so anfühlt, da ja der größte Teil der Klitoris nun mal innen liegt  und daher von der Vagina aus stimuliert werden kann. “The vibrations are quite necessary. They’re strong and holyshitRUMBLY. I’m serious it’s like it vibrates my clit from the inside out, really and truly that’s what it feels like for me. Like its going beyond just g-spot stimulation and hitting the long internal portions of the clitoris.”  Zurück zum Text

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