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Tantus: Cush O2 / Testbericht

Manchmal kann man jemanden schon sehr, sehr lange kennen, ohne ihm sonderliche Sympathie entgegenzubringen, man kann ihn sogar blöd finden, aufdringlich, protzig, immer eine Spur zu viel des Guten – und doch kann es passieren, dass man sich eines Tages in ihn verliebt. Und so ist es mir vor nicht allzu langer Zeit mit dem Cush O2 von Tantus ergangen.

Tantus’ O2-Serie – Dual-Density-Dildos aus Silikon

tantus, dildo, cush o2, Wie auch die restlichen Dildos mit zweierlei Festigkeit – im Fachjargon “dual density” genannt – aus Tantus‘ O2-Reihe1 ist der Cush mit einem nur wenig flexiblen, und dafür äußerst standfesten Silikonkern ausgestattet, der von einer Schicht knautschig-weichen Silikons umgeben ist.
Diese ist, abhängig davon , wie die Oberfläche geformt ist, manchmal nur ein bis zwei Millimeter dünn, andernorts polstert sie den Kern üppig und weich. Vor allem die Spitze des Dildos besteht auf den ersten 2,5 Zentimetern ausschließlich aus dem weichen Silikon.

Tantus Cush o2, Basis, SilikonschichtenDiese äußere Schicht ist ein wenig milchig transparent und deshalb bringt sie neben der angenehmen Weichheit den hübschen Effekt mit sich, dass an den dünnen Stellen der blaue Kern hindurchscheint und der Dildo insgesamt einen ätherisch-leichten Blauschimmer aufweist und – ein wenig profaner betrachtet – irgendwie aussieht wie etwas Süßes. Auch das Silikon des Kerns ist etwas transparent und so kann man von der festen Basis aus die zwei Schichten des Dildos im Querschnitt sehen.

Im Vergleich mit Vixen Creations, einer weiterem Marke, von der ich Dual-Density-Dildos besitze, sind die Tantus-O2-Dildos deutlich fester, vor allem, was das Kern-Silikon angeht, aber auch die äußere Schicht erscheint mir etwas fester. Sie sind insgesamt längst nicht so nachgiebig und deshalb fühlen sie sich bei vergleichbaren Umfangs-Maßen nicht nur härter sondern auch üppiger an als die VixSkin-Modelle.

Warum ich den Cush O2 nicht mochte

Genau damit hing mein Problem zusammen, das ich mit dem Cush O2 hatte: Er war mir mit seinen 4,5 cm Durchmesser schlichtweg zu dick. Und das vor allem eben deshalb, weil er zudem für diesen Umfang zu fest, zu stark ausgeformt und zu reibungsintensiv war… alles Eigenschaften, auf deren Kombination in einem einzigen Dildo ich dann doch sehr gern verzichte.

Tantus, Cush o2, KanteWährend ich ihn hinein und hinaus bewegte, war es zwar schön, die längliche Wölbung unterhalb der Eichel an meinem Schambein vorbeigleiten zu lassen, aber von innen bremste die Eichelkante die Bewegung, indem sie beim Herausziehen meine Harnröhre gegen das Schambein quetschte und von außen brachte die dünenartige Erhebung unterhalb der Wölbung beim Hineingleiten allen Spaß zum Erliegen.
Ich bin aber durchaus ein paarmal damit gekommen. Allerdings meistens eher passiv, also indem ich den Dildo kaum bewegte. Vielmehr ließ ich, froh ihn endlich eingeführt und in eine schmerzfreie Position gebracht zu haben, nur meine Muskeln damit spielen, während ich vor allem die Klitoris stimulierte.

Aber ich bin doch ein Spielkind, das sich nicht gern zur Passivität verdammen lässt – und erst recht nicht von einem Dildo! Denn das Ficken mit einem Dildo ist mir fast immer der glänzende Höhepunkt einer jeden anständigen Masturbation und ich mag es lieber als alles andere, was man sich selber antun kann. Aber dazu konnte ich ihn leider nur sehr selten benutzen, weil ich eine recht lange Zeit brauche, mich auf so einen Umfang aufzuspielen, und so fristete der Cush lange Zeit ein traurig-einsames Dasein in meinem Spielzeugschrank.

Wie ich den Cush O2 lieben lernte

Cush O2, Tantus, von untenMeiner Liebe zum Cush hat Anfang dieses Jahres meine Bekanntschaft mit den Wand-Vibratoren auf die Sprünge geholfen. Denn damit kann ich unglaublich schnell und mehrmals hintereinander kommen, weshalb alle relevanten Körperteile in kürzester Zeit weichgerüttelt und gut feucht sind. Wenn sich dann die Lust auf etwas Großes, Heftig-Deftiges einstellt, schlägt Stunde des Cush!

In diesem Zustand und mit einer großzügigen Menge Gleitgels versehen (würde ich, wenn man nicht gerade über- und überläuft immer empfehlen!) ist er genau das Richtige! Der Kopf gleitet mühelos mit der weichen und konisch geformten Spitze voran und drückt en passant großflächig gegen den G-Punkt. Dann schließt sich die den Scheideneingang dehnende Wölbung darunter an, und es folgt die „Düne“. Diese kann mitunter immer noch unangenehm sein, aber meist setzt sie einen zusätzlich anregenden Reiz. Weil der Kopf so weich gepolstert ist, stört er mich trotz der ja nicht unerheblichen Länge des Dildos (17,5 cm sind einführbar) überhaupt nicht am Muttermund. Meine Harnröhre ist in diesem fortgeschrittenem Erregungszustand ebenfalls weich gepolstert und so macht es viel – und immer mehr – Spaß, den Dildo hinaus- und wieder hineingleiten zu lassen.

So ist der Cush O2 doch noch ein sehr geschätztes Mitglied meines Dildo-Ensembles geworden. Ich benutze ihn nicht allzu oft, aber, wenn ich erst einmal Appetit auf ihn bekommen habe, mit großem Gewinn!

Der Tantus Cush O2 in Kürze

Tantus, Cush O2Pro: Auf jeden Fall ein gefundenes Fressen für angehende oder Nahezu-Size Queens (und Kings), die ein ungewöhnliches Design und eine anregende Form zu schätzen wissen. Sehr gut und vollkommen nahtlos verarbeitet. Gute Standfestigkeit verbunden mit einer angenehmen Weichheit und, wenn man es mag, mit einem angenehmen Maß an Reibung.

Contra: Für manch Eine(n), und vor allem für den Anfang des Spiels, ist der Cush sicherlich zu groß und zu herausfordernd strukturiert. Er produziert recht viel Reibung und vor allem die Kante auf dem Schaft wird von vielen Rezensentinnen als durchaus gewöhnungsbedürftig eingeschätzt.

Material: Silikon. Innen fest (eine Spur härter als z.B. das Silikon von Fun Factory) außen sehr weich.

Maße: Länge: 19 cm, davon einführbar: 17,5 cm; Durchmesser: Eichel max. 4,6 cm, Schaft min. 4,2 cm; Basis 7 cm

Gleitgel: wasserbasiert

Reinigung und Pflege: Waschen: mit warmem Wasser und Seife/Spüli, Desinfektion: wenn nötig, mit Toycleaner oder durch 3-4 min. Kochen.

Verpackung: Durchsichtiger, mit Namen und Pflegeanleitung bedruckter Plastikkarton mit ebenso durchsichtigem Plastikblister

Farboptionen: Blau, Lila, Pink – jeweils mit milchig transparenter Silikonschicht umgeben.

Alternativen

Wer es nicht ganz so wuchtig mag, aber auf den Candy-Effekt abfährt, kann den Flurry O2 ins Auge fassen. Weitere, kleinere und größere Dual-density-Dildos gibt es ebenfalls von Tantus (siehe Fußnote) von Vixen Creations, New York Toy Collective und Vamp

 

  1. es gibt außer dem semirealistischen Cush und seinem kleineren Bruder Flurry mit ihren hübschen und so gar nicht realistischen Candy-Farben noch die realistischeren Mark, Adam, Luke, Max und Mikey, die in zwei verschiedenen Hauttönen und Schwarz daherkommen  Zurück zum Text

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