Wpmanizer Pro, Testbericht, W500

Womanizer Pro / W500 / Testbericht & Vergleich mit W100

Stellt Euch vor: mich und die Liebste hat es im letzten Jahr auf die “Erotikmesse” Venus verschlagen. Kurze Zusammenfassung gefällig? Es war schrecklich!!! Laut, nackig, schrill, billig, keine Spur erotisch und nur mit ausreichend Bier zu ertragen. Immerhin habe ich in dem ganzen Gewusel ein paar sehr angenehme Begegnungen mit Ausstellern gehabt, ein paar neue Spielzeuge kennengelernt, Silikonbrüste betatscht, in einen künstlichen Wackelhintern gefasst und am Stand von amorelie.de mit dem neuen Womanizer Pro / W500 eine große Überraschung entdeckt.

Amorelie ist einer der großen Sexspielzeug-und-Ähnliches-Online-Händler in Deutschland. Von anderen Anbietern dieser Größe hebt er sich in einer sehr wichtigen Hinsicht positiv ab: Soweit ich das überaus reichhaltige Angebot bislang überschaut habe, ist man dort nämlich sicher vor Jelly und ähnlich zweifelhaften Materialien, weil Spielzeug daraus gar nicht erst zum Sortiment von Amorelie gehört. So können selbst Leute, die sich mit Sexspielzeug-Materialien überhaupt nicht auskennen, unbesorgt dort einkaufen.

Das vergangene halbe Jahr war bei mir so dermaßen trubelig, dass ich bis zu meinem Venus-Besuch überhaupt nicht mitbekommen hatte, dass es eine Neuauflage meines Lieblings-Klitoris-Toys gibt. Big Surprise!!! Und natürlich allerhellste Freude darüber, dass Amorelie mir dankenswerter Weise ein Exemplar des neuen Womanizer Pro für diesen Testbericht zur Verfügung stellten.

Was ist und wozu benutzt man einen Womanizer?
Womanizer Pro, Testbericht , W500

Der neue Womanizer Pro / W500 ist, genau wie sein Vorgänger, der W100, nichts mehr und nichts weniger als ein Klitorisnuckler, der mit sanften Saugimpulsen überraschend wirkungsvoll sein Werk vollbringt.
Um einen Womanizer in dieser Funktion zu benutzen, muss die ovale Öffnung des kleinen weißen Kegels auf die Vulva gesetzt werden, und zwar auf den dort liegenden äußeren Anteil der Klitoris. Wo genau: ob nun direkt auf der vorher manuell freigelegten Eichel, wie es der Hersteller in seiner Gebrauchsanleitung vorschreibt, oder erst einmal an einer anderen Stelle, z.B. am Klitorisschaft, bleibt jeder Einzelnen überlassen. In dem Kegel befindet sich der Ansaugzylinder und dahinter eine Vorrichtung, die das Nuckeln, also das alternierende Ansaugen und Loslassen bewirkt. Im Grunde wie eine kleine Melkmaschine, nur längst nicht so kräftig. Wichtig ist, dass die Öffnung luftdicht mit der Schleimhaut abschließt. Dann regelt man die Intensität hoch, bis es einem warm und süß im Schoß wird.

Ebenfalls wichtig ist natürlich, dass man eine Stelle findet, wo der Womanizer seine Wirkung gut entfalten kann. Am besten geht das, finde ich, wenn man die Öffnung des Womanizers mit Hilfe von etwas Gleitgel über die Klitoris bewegt, bis man das gesuchte „Hui!“ spürt. Und hier ist mein allerwichtigster Rat, was das angeht: Lasst Euch nicht zu sehr von der allzu restriktiven Bedienungsanleitung irre machen! Ich habe schon mehrere Reviews gelesen, in denen der Womanizer nicht gut wegkam, weil die Applikation auf dem frei liegenden Klitorisköpfchen als unangenehm empfunden wurde. Auch bei mir hat das dazu geführt, dass ich den Womanizer anfangs nicht mochte.
Ebenfalls wenig hilfreich finde ich eine andere Anweisung im Begleitheftchen: „Wenn Sie die ideale Position an der Klitoris gefunden haben, Gerät nicht mehr davon wegbewegen!“ Bei mir wechselt allerdings die „ideale Stelle“ im Laufe des Spiels durchaus; anfangs stimuliere ich eher oberhalb der Eichel, später lasse ich den Womanizer gern immer wieder über den Kopf der Klitoris gleiten oder gar darauf verharren. Und auch in anderer Hinsicht mag ich die präzise Anleitung des Herstellers nicht: ich finde es unmöglich, die Position zu halten, weil ich beim Masturbieren gar nicht so still liegen kann, wie es dazu nötig wäre. Ich kann also nur zweierlei raten: Probiert mehrere Applikationsmöglichkeiten aus, und: Benutzt Gleitgel!

So weit nur ein paar allgemeine Hinweise zur Benutzung des Womanizers. In diesem Testbericht soll es darum gehen, den neuen Womanizer Pro / W500 mit dem alten Modell zu vergleichen. Hier taucht eine erste Schwierigkeit auf: Es gibt streng genommen zwei alte Modelle – eine ursprüngliche und eine leicht überarbeitete Version, die beide vollkommen gleich aussehen. Das allererste Modell besitze ich. Das überarbeitete habe ich mir von einer Freundin geborgt.

Der erste Womanizer / W100

Womanizer W100, Womanizer Pro, TestWir erinnern uns: Vor etwa anderthalb Jahren brachte epi24 die erste Version dieses neuartigen Spielzeugs auf den Markt. Es sah aus wie eine Mischung aus Opas Pantoffel, einem Ohrfieberthermometer und irgendetwas, das Lady Gagas 80er-Jahre-Handtasche entsprungen zu sein schien. Es gab den Womanizer wahlweise mit Leo- oder Kroko-Print und – als wäre das noch nicht zu viel des Guten – mit einem supergrässlich aussehendem blechgefasstem Plastikglitzerstein als Bedienknopf.

Seine wesentliche Eigenschaft neben der Wirk- und Funktionsweise war die stufenlose Steigerung der Intensität, die bei meinem Exemplar sehr verzögert anspricht und bis heute noch ab und an dafür sorgt, dass die Intensität plötzlich zu hoch wird. Mit dem An/Aus-Knopf kann man die Intensität mit einem Knopfdruck zwar wieder auf das Ausgangslevel zurücksetzen, aber die Bedienbarkeit insgesamt war doch sehr gewöhnungsbedürftig. Auch die Lage der Bedientasten an der Unterseite des Gerätes trägt meiner Ansicht nach nicht unbedingt zum Komfort bei.

Unter hygienischem Aspekt finde ich das alte Gerät zum Wegrennen. Der Womanizer ist nicht wasserdicht, was das Reinigen ja nun sowieso schon nicht leicht macht. Hinzu kommen Rillen am Corpus und ganz besonders eine am Kopfende, in denen es sich Sekret und Gleitmittel gemütlich machen. Das Hütchen für den Behandlungskopf aus Silikon ist zwar abnehmbar, aber es verhindert nicht, dass sich im Ansaugkegel mit der Zeit alles Mögliche an Schmadder und Staub ansammelt.

Einen ebenfalls nicht kleinen Mangel stellt der ziemlich hohe Geräuschpegel des Womanizers dar. Darüber hinaus fehlt die Möglichkeit, zum Verreisen die hoch sensible Einschalttaste zu blockieren. Immerhin gab es ein stabiles, gepolstertes Etui, aber das war so groß, dass man in den Koffer dann nur noch ein Ferrero Küsschen reinpacken konnte. Oder zwei.

Neben der umwerfenden Wirkung und der reichlichen Ausstattung mit gleich vier Silikonhütchen fiel mir damals schon die lange Laufzeit mit nur einer Akkuladung positiv auf. Einmal aufladen reicht definitiv für so viele Orgasmen, dass man ganz vergisst, wann man den Womanizer zuletzt an der Strippe hatte. Über das beiliegende USB-Kabel1 und den Steckdosenadapter, ebenfalls beiliegend, kann der Womanizer unkompliziert binnen zwei Stunden geladen werden

Überarbeitete Version des Womanizers / W100

Nur wenige Monate nach dem ersten Womanizer erschien eine überarbeitete Version.

Die drei Unterschiede zur ersten Version sind:

1. Eine etwas bessere Bedienbarkeit: Der Womanizer verfügte nun über 5 Intensitätsstufen, durch die man sich per kurzem Knopfdruck auf das nach wie vor unschlagbar hässliche Glitzerplastik schalten kann. Nach wie vor kehrt man per Druck auf den An- und Ausschaltknopf zurück zur Ausgangsintensität.

Womanizer, W100, Behandlungsköpfe
Behandlungsköpfe ohne (links und Mitte) und mit (rechts) Auskleidung des Ansaugzylinders

Womanizer W100, W500, Behandlungsköpfe2. Die Behandlungsköpfe des Womanizers / W100 einer Freundin (es ist der blaue im Bild weiter oben) haben im Gegensatz zu meinem alten lediglich abgerundete Hütchenkanten, und bringen keinerlei Verbesserungen hinsichtlich der Hygiene mit sich. Außerdem lagen ihrem Modell nur noch zwei statt vier Aufsätze bei. Ich bin allerdings ein wenig verwirrt, was die Hütchen angeht: In vielen Reviews habe ich gesehen, dass auch der spätere W100 schon mit den gleichen, hygienisch vorbildlichen Hütchen daherkommt, wie der Womanizer Pro / W500.

3. Meine Freundin besitzt zu ihrem Womanizer ein zwar rosafarbenes, aber dafür wirklich sehr praktisch-reisetaugliches deutlich kleineres Etui, in das alles reinpasst, was dazugehört.

Insgesamt ist der Womanizer in der alten Form bereits ein prima Spielzeug und für mich persönlich wäre er sein Geld tatsächlich wert – allerdings nur gemessen an den Orgasmen, die ich mit ihm habe. Gemessen an allem anderen ist der Womanizer in meinen Augen maßlos überteuert und wirkt eher wie etwas, das ich für 14,99 € bei Conny‘s Container gekauft habe.

Der Womanizer Pro / W500
Verbesserungen der Neuauflage

Womanizer Pro, W500, testberichtDie Neuauflage des Womanizers, der W500 oder Womanizer Pro, kommt nun glücklicherweise mit einigen deutlichen Verbesserungen daher. Zunächst einmal das Offensichtliche: er sieht wirklich wesentlich besser aus!!! Ist ja auch kein Kunststück :O)
Nun, der Glitzerstein ist geblieben; er ist jetzt aber immerhin dezenter und besteht aus geschliffenem Glas; ist also recht hübsch, wenn man sowas mag. Liebhaberinnen des Leo-Prints kommen weiterhin auf ihre Kosten, aber auch diejenigen mit etwas blumig-zarteren Vorstellungen von erotischem Design oder gar Leute, die es eher nüchtern mögen, dürften unter den neuen Pro-Modellen einen finden, der auch optisch gefällt.

Auch vieles andere kommt mir sehr entgegen:

Die Bedienbarkeit wurde nun wirklich grundlegend verbessert:

1. Die Form: Nach wie vor besteht der Womanizer Pro / W500 aus einem ABS-Corpus, doch ist dieser gedrungener als der des Vorgängers. Die Form ist irgendwie spacig, deutlich kürzer als früher, leicht asymmetrisch und sieht nicht nur gut aus, finde ich, sondern liegt auch sehr gut in der Hand. Für Rechtshänder ist sie optimal, möchte ich meinen, aber auch mit links kann ich den Womanizer Pro / W500 sehr gut halten und bedienen.

Womanizer Pro, Testbericht, W500, Tasten2. Drei statt nur zwei Tasten auf der Oberseite des Gerätes:
– Der runde Glitzerknopf dient nach wie vor einerseits zum An- und Ausschalten des Womanizers, andererseits zum schnellen Zurücksetzen der Ansaugfrequenz in den sanften Ausgangsmodus (Das konnte der alte Womanizer auch schon und es ist sehr, sehr nützlich!!). Neu ist, dass dieser Knopf nun auch beim Anschalten verzögert reagiert. Der Womanizer Pro / W500 startet nun erst auf einen etwa zwei Sekunden langen Druck auf den Glasknopf, was ich wesentlich praktischer finde als die hypersensible Taste des alten Modells.
– Zwei weitere Tasten (+ & –) dienen zum Regeln der Intensität, genauer: der Frequenz der Saugimpulse. Das finde ich wirklich prima, einerseits weil ich den Womanizer nicht so stationär verwende wie es der Hersteller verordnet, andererseits weil ich das Spiel damit gern in die Länge ziehe – beides ist durch die Drei-Knöpfe-Bedienung sehr viel bequemer als beim alten Modell.
– Ebenfalls bequemer finde ich, dass die Tasten nun an der Oberseite des Womanizers liegen, und nicht, wie bisher, an der Unterseite.

3. 8 statt nur 5 Intensitätsstufen: Sie ermöglichen eine sehr gute Feinabstimmung. So bietet der Womanizer Pro / W500 ein wirklich schönes, und wie ich finde, vollkommen ausreichendes Spektrum an Stimulationsintensitäten.2

Die Silikon-Behandlungsköpfe wurden neu gestaltet.

Womanizer Pro, W500, Behandlungskopf, Silikon1. Sie sind nun tatsächlich endlich „hygienisch“ zu nennen und tausendmal besser als die alten, ja geradezu perfekt, für den Einsatz im Feuchtgebiet, samt Gleitgel. Der wesentliche Unterschied zu den alten Köpfen ist der, dass nun auch die Innenseite des Ansaug-Zylinders von der Silikonkappe bedeckt ist. Und dadurch dass auch dieser neuartige Behandlungskopf nach wie vor abgenommen und separat gewaschen werden kann, ist die Reinigung des Womanizer Pro / W500 zumindest am Behandlungskopf nun wesentlich unkomplizierter und gründlicher möglich als mit den alten Hütchen.3

Womanizer Pro, W500, Testbericht, Behandlungsköpfe XL2. Es gibt die neuartigen Köpfe in zwei Größen: einen mit einer Öffnung, die etwa so groß ist wie die der herkömmlichen Aufsätze und einen, der eine wesentlich breitere Auflagefläche hat und für die größere Klitoris besser passen soll. Es lohnt sich auf jeden Fall, beide auszuprobieren, denke ich. Ich selbst mag allerdings den Kopf in der kleineren Größe lieber als den breiteren. Er fühlt sich bei mir deutlich intensiver an.

3. Diese neuartigen Behandlungsköpfe passen auch auf das alte Modell und sind übrigens unter den Stichworten „Womanizer“ „Ersatzbehandlungsköpfe“ bzw. „Ersatzbehandlungsköpfe XL“ auch separat im 5er-Pack erhältlich 4, so dass man seinen alten Womanizer gut damit nachrüsten kann.

Der neue Womanizer ist deutlich leiser als der alte!! Ohne technische Messungen kann man ja schlecht beschreiben, um wieviel leiser er ist, aber ich schätze mal, um etwa ein Viertel bis ein Drittel in den oberen Levels und bis um die Hälfte in den unteren Intensitätsstufen wurde die Lautstärke abgesenkt.

Was ist gleich geblieben?

Na, das Wichtigste hat sich Gottseidank nicht geändert: die Wirkung ist dieselbe. Und zwar folgende: Hui! YesYesYes!!!… Schwitzen und Zucken… Grunz! Seufz! Hach! – und das, wenn mir danach ist, minutenlang bis zur seligen Erschöpfung. Dank der verbesserten Bedienbarkeit kann ich das Ganze nun – im Gegensatz zum stufenlos regulierbarem Modell – deutlich bequemer und mit weniger Ablenkung und Vorsicht haben.
Hier kann man sich also freuen. Nicht so sehr freut mich, dass auch einige Fehler wiederholt wurden.

Immer noch zieren für meinen Geschmack zu viele Rillen die Oberfläche des Womanizer Pro. Da der Womanizer Pro nicht wasserdicht ist, ist die Reinigung dadurch erschwert. Immerhin ist die Rille am Kopfende nicht mehr so dicht am Behandlungskopf. Bei halbwegs vorsichtigem Gebrauch gerät da so leicht nichts mehr rein. Allerdings ist ein Verschmaddern auch dieser Rille bei der gleichzeitigen Benutzung des Womanizer Pro mit einem Dildo (Unbedingt!!! Mit Dildo ist alles besser!!! :O)) nahezu unvermeidlich.

Der Womanizer Pro hat nach wie vor keine Tastensperre. Der Einschaltknopf spricht zwar verzögert an, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass er im Koffer oder in der Handtasche doch versehentlich angeht. Insofern finde ich es ein wenig schade, dass der Womanizer Pro nicht mehr mit einem kleinen Etui daherkommt wie der W100, sondern nur mit einem Stoffbeutelchen. Ich bin zwar eine große Liebhaberin von Stoffbeutelchen, wenn es um den Transport von Sexspielzeug geht, aber dazu gehört dann halt auch eine Tastensperre.

Womanizer Pro, W500, TestberichtWas erfreulicherweise auch geblieben ist, ist die seeehr lange Akkulaufzeit, Darüber hinaus gibt es beim Laden nun ein grünes Licht und bei Gebrauch leuchtet es, wie bisher, rot.

Eine kleine Verschlechterung gibt es leider auch zu beklagen: Es liegt nun praktisch nur noch ein Behandlungsköpfchen aus Silikon in der passenden Größe bei. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich reinige ein benutztes Köpfchen nicht immer sofort. Oder es liegt noch im Badezimmer, während ich und der Womanizer schon im Bett sind. Deshalb finde ich es sehr vorteilhaft, noch ein, zwei saubere Hütchen zur Verfügung zu haben, wenn ich Lust zum Spielen habe.

Aber wie gesagt, für etwa 15 Flocken könnt Ihr 5 Ersatzbehandlungsköpfe nachkaufen (achtet dabei auf den kleinen Fortsatz zur inneren Auskleidung des Ansaugzylinders!!! Oftmals werden noch die alten Hütchen ohne diese Funktion angeboten!) und Euren Womanizer Pro / W500 oder auch den Womanizer / W100 damit nachrüsten.

Braucht mal den Womanizer Pro / W500, wenn man den W100 bereits besitzt?

Angesichts des Preises würde ich hier ganz klar “Nein!” sagen. Der Womanizer Pro ist besser zu bedienen und wer in dieser Hinsicht wirklich eklatante Probleme mit seinem Womanizer hat, aber von der Wirkung überzeugt ist, sollte vielleicht tatsächlich über eine Neuanschaffung nachdenken. Ich persönlich begrüße zwar die Komfortsteigerung, aber würde dafür keine 189 Flocken ausgeben. Wer also mit seinem bisherigen Womanizer halbwegs zurechtkommt, kann m.E. den Womanizer Pro / W500 dann kaufen, wenn der alte kaputt ist.

Wer jedoch über die Erstanschaffung eines Womanizers nachdenkt (oder darüber, dem worst case der plötzlichen Womanizerlosigkeit mit einem Backup vorzubeugen) und wer hierbei zwischen dem W100 und dem Womanizer Pro / W500 schwankt, sollte zum Womanizer Pro greifen. Die bessere Bedienbarkeit und die deutlich verbesserte Optik und Haptik sind die Sache wert, finde ich.

Der Womanizer Pro / W500 in Kürze

Wpmanizer Pro, Testbericht, W500Pro: Wer mit dieser Art der Stimulation etwas anfangen kann, findet im Womanizer Pro / W500 eine ausgereiftere Version eines wundervollen Klitorisstimulators. Der Womanizer bietet eine wirklich außergewöhnliche Art der Stimulation und hat bisher tatsächlich erstaunlich viele Frauen überzeugt. Was ich besonders gern mag, ist die Möglichkeit, sanft, punktuell und dennoch sehr intensiv zu stimulieren, ohne dass sich das vibratortypische Taubheitsgefühl einstellt. Der Womanizer ist das erste und einzige Toy, mit dem ich minutenlang vor mich hin orgasmieren kann.
Der neue Womanizer Pro / W500 kommt mit Behandlungsköpfen in zwei Größen daher, die Einschalttaste ist weniger sensibel als bei der alten Version, die Form ist handlicher, die Bedienung einfacher und differenzierter, er ist leiser als der Vorgänger und sieht besser aus. Großartig ist die lange Akkulaufzeit und die unkomplizierte Ladung per USB-Kabel binnen zwei Stunden.

Contra: Ich kann den Womanizer leider nicht vorbehaltlos empfehlen, dazu ist der finanzielle Verlust zu groß, wenn er nicht hält, was er verspricht. So wäre ich auch vorsichtig, was die vom Hersteller ausposaunte Orgasmusgarantie angeht. Im Hinblick auf Sextoys von Orgasmusgarantien zu sprechen ist ebenso weit verbreitet wie unredlich. Ich kenne Frauen, die mit dem Womanizer nicht kommen können und welche, die zwar kommen, aber die Stimulation als unangenehm empfinden.
Auch wenn der Womanizer Pro / W500 keineswegs mehr billig wirkt, was Optik, Haptik und Geräusch angeht, kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht erkennen, was, abgesehen vom Alleinstellungsmerkmal, einen Preis von 189 € rechtfertigt. Blöd finde ich überdies, dass das Gerät nicht von Anfang an in dieser Version auf den Markt kam. Die Unvollkommenheiten des alten Modells waren immerhin mehr als offensichtlich.
Die unnötigen Rillen am Corpus erschweren eine gründliche Reinigung und sind m.E. für ein Gerät, das nicht wasserdicht ist, ein „No go“. Eine Tastensperre finde ich wünschenswert und ein weiteres, jedoch kleines Manko ist, dass nur ein einziges Silikonhütchen in der jeweils passenden Größe beiliegt.

Material: ABS Plastik, Behandlungsköpfe aus Silikon

Maße: Länge: ca. 12 cm, Breite ca. 6 cm, max. Höhe (inkl. Behandlungskopf): 7 cm

Gleitgel: Unbedingt!!! Aber nur auf Wasserbasis

Reinigung und Pflege: Die Behandlungsköpfe sind abnehmbar und können mit milder Seife und Wasser gereinigt werden, Desinfektion: mit Toycleaner oder 3 min kochen. Der Womanizer ist nicht wasserdicht! Das Gerät kann daher nur mit einem feuchten Tuch, ggf. auch mit darauf verteiltem Toy-Cleaner gereinigt werden. Die Rillen muss man, falls nötig, irgendwie mit einem spitzen Gegenstand leer popeln.

Womanizer Pro, W500, Verpackung, AusstattungVerpackung und Ausstattung: Feste hübsche Pappkiste mit Abbildung des Womanizers in entsprechender Farbe. Satinsäckchen, USB-Ladekabel, USB-Steckdosenadapter, Bedienungs-und Pflegeanleitung in mehreren Sprachen. Je ein Behandlungskopf in herkömmlicher Größe und in XL.

Farboptionen: Weiß mit Silber, Rot mit Rosen, Schwarz mit Leo, Lavendel, mintgrün und Magenta mit zartem floralem Muster in schwarz – dem Link folgend findet Ihr die unterschiedlichen Ausführungen

Vielen Dank an amorelie.de, die mir den Womanizer Pro / W500 für diesen Testbericht zur Verfügung gestellt haben!  Den Vorgänger Womanizer / W100 könnt Ihr ebenfalls bei amorelie.de kaufen.
  1. USB 2.0 auf Micro, also so eines wie man es für die meisten Handys und Tablets benutzt  Zurück zum Text
  2. Was die Bandbreite der Intensitätsstufen insgesamt betrifft, habe ich folgende Beobachtungen gemacht:
    Der W100, also der mit den 5 Intensitätsstufen, den mir eine Freundin zum Vergleich mit meinen beiden Geräten gab, begann bereits auf der untersten Intensitätsstufe mit einer Geschwindigkeit, die der 3.-4- Stufe des Womanizer Pro / W500 entspricht. Dann gab es drei Stufen, auf denen die Intensität sich spürbar steigern ließ und zwischen der 4. und 5. Stufe gab es keinen nennenswerten Unterschied. Die größtmögliche Intensität entsprach etwa der 7. Stufe des Womanizer Pro / W500.
    Bei meinem ersten Modell, also dem stufenlos bedienbaren Womanizer hingegen entspricht die Einstiegsgeschwindigkeit etwa der Stufe 2 des Womanizer Pro / W500, während er die Höchstgeschwindigkeit des Womanizer Pro / W500, also dessen achte Stufe, sogar noch toppt. Sinnvoll finde ich das allerdings nicht mehr, denn bei der Geschwindigkeit sind mir die einzelnen Saugimpulse dann doch zu undifferenziert.  Zurück zum Text
  3. wie im Abschnitt über den überarbeiteten W100 schon ausgeführt, kam auch der W100 teilweise schon mit den neuen Aufsätzen daher. Warum meine Freundin, die diesen W100 “2.0” besitzt, noch die alten Hütschen hat, kann ich mir nur ao erklären, dass die neuen dem Womanizer erst nach der Markteinführung des überarbeiteten W100 beigelegt wurden. Leider kann ich nicht sagen, ob alle derzeit erhältlichen W100 diese neuen Hütchen haben. Zur Not einfach nachkaufen, siehe Punkt 3.  Zurück zum Text
  4. Allerdings kann ich in dieser Angelegenheit leider nicht auf Amorelie verweisen. Denn Amorelie bietet, soweit ich das erkennen kann, bislang nur die alten Köpfe unter dem Stichwort “Ersatzkappen” an. Soweit ich sehe, ragen diese nicht in den Ansaugzylinder hinein und schützen daher den Womanizer weniger gut vor Verunreinigungen. Ich verlinke hier, sobald die neuen Kappen auch bei Amorelie erhältlich sind  Zurück zum Text

3 Gedanken zu „Womanizer Pro / W500 / Testbericht & Vergleich mit W100

  1. Es stimmt tatsächlich: wir hatten mit der 2. Version des W100 schon die verbesserten Behandlungsköpfe erhalten.

  2. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich selbst war noch nie auf der Erotikmesse, weil es, wie Sie schon schrieben, immer sehr übertrieben und schrill ist. Schön, dass Sie doch noch einige interessante Entdeckungen gemacht haben. ;)

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