Testbericht, Womanizer

Womanizer (W100) / Testbericht-Quickie

Dieses pantoffelförmige Etwas da ist das Sexspielzeug, mit der bisher größten Diskrepanz zwischen einem – meiner bescheidenen Ansicht nach – maßlos überhöhtem Luxus-Preis (damals 189 €!!! inzwischen ca 150-160€) und trashigster Anmutung, das mir je untergekommen ist!

Und zugleich ist es der tollste Klitorisstimulator, der bislang über mich gekommen ist!!!

 Wie funktioniert der Womanizer?

Womanizer, Testbericht

Der Womanizer wird für eine “berührungslose Stimulation” des Köpfchens der Klitoris vorgesehen. Dazu wird die Öffnung des kleinen weißen Plastik-Kegels darübergestülpt. In diesem Kegel wiederum wird ein leichter Unterdruck erzeugt, der dann rhythmisch erhöht und gesenkt wird. Das heißt konkret: der Womanizer nuckelt an der Klitoris. Die Intensität, besser gesagt, die Frequenz, des Genuckels kann man mit einem Knopf bei Bedarf erhöhen.

Das hört sich nicht sonderlich sexy an, und ich fand es am Anfang auch überhaupt nicht sexy, sondern je nach Intensität zunächst so lala oder irre unangenehm. Erst mit einem bisschen Gleitgel und einer kleinen Abwandlung der Applikation erzielte ich großartige Erfolge! Ach was! “Erfolge” – das beschreibt es nun wirklich nicht adäquat! Ich erlebte mit dem Womanizer einige der grunzigsten, feuchtesten, längsten und heißesten Orgasmen ever!!!

Wirklich!! Ohne Quatsch!!! Ich hatte das dem Ding absolut nicht zugetraut! Ja, ich hatte es ihm nicht einmal gegönnt!!! Denn ich fand und finde es grottenhäßlich, bescheiden sauberzuhalten und überteuert.  Aber ich kann nicht anders: ich liebe, liebe, LIEBE es!!!

Probleme bei den ersten Versuchen

[Ein Nachteil meines Modells aus der ersten Womanizer-Generation ist, dass ich die Intensität sehr schlecht regeln kann, weil der dafür zuständige Knopf nur verzögert anspricht. Inzwischen hat der Hersteller den Womanizer mit 5 oder 6 einstellbaren Intensitätsstufen versehen. ]

Ich bin ja erst einmal brav, und mache alles so, wie man mir sagt. Aber sobald ich den Womanizer auf dem Klitorisköpfchen appliziert und die Intensität so hoch eingestellt hatte, dass ich merkte: Aha! Das ist es also!, hörte ich mich gleichzeitig auf eine Art und Weise jammern, die ich sonst nur von festgezurrten Magic-Wand-maltraitierten japanische Pornodarstellerinnen kenne.

Das ist doch kein Zustand!, dachte ich mir und war erst einmal enttäuscht von dieser pinkfarbenen Revolution im Leo-Look. Aaaaber jetzt kommts:

Das was alle probieren sollten, die einen Womanizer haben, und ähnlich ratlos sind wie ich nach meinen ersten Versuchen:

Mein Trick ist, die technisch-präzise Applikationsanleitung des Herstellers gründlich zu ignorieren. Denn direkt auf dem Klitorisköpfchen ist es mir, wie gesagt, am Anfang des Spiels unglaublich unangenehm. Außerdem finde ich die beinahe chirurgische Präzision, mit der die Öffnung appliziert und an der Stelle gehalten werden muss, bei einem Sexspielzeug albern.

Besser finde ich Folgendes: Befeuchtet das Gebiet oberhalb der Klitoriseichel mit etwas Gleitgel und setzt den Womanizer zunächst nur auf den Schaft der Klitoris. Erhöht die Intensität so, dass es angenehm und erregend ist  – bei mir ist das ungefähr die Hälfte der Kapazität – und setzt dann die Öffnung erst einmal dort auf, wo die Klitoris noch durch die Vorhaut bedeckt ist. Gut ist, wenn Ihr Eure Klitoris-Lieblingsseite kennt – wenn nicht, könnt ihr sie mit dem Womanizer leicht herausfinden. Durch verschiedene Bewegungen des Womanizers auf der Klitoris könnt Ihr nun selbst die Intensität variieren. Ich selbst habe für mich die optimale Stellung entdeckt: die halb-seitliche Bauchlage, in der ich selbst mich auf dem Womanizer bewegen kann. Die Intensität wird stärker oder schwächer durch die Veränderung des Andrucks, durch ein “Heranpirschen” an das Klitorisköpfchen oder ein Darüber-Hinweggleiten, und natürlich kann man sie bei Bedarf auch hochregeln.

Ich kann das halbe Ewigkeiten lang machen, den Orgasmus immer wieder hinauszögern oder immer und immer wieder kommen und kommen. Ich habe mit dem Womanizer auf diese Art und Weise das erste Mal multiple Orgasmen erlebt. Ich hätte nie gedacht, dass ich soooo ausdauernd kommen kann!!!

Also, wie gesagt: Ich LIEBE dieses Ding!!!

100% Orgasmusgarantie? – höhö, wer’s glaubt ….

Womanizer, USB, AkkuOrgasmus ist nicht gleich Orgasmus. Ich genieße die Orgasmen, die ich mit dem Womanizer erlebe und ziehe sie den z.B. Magic-Wand-induzierten eindeutig vor, aber ich habe auch schon oft gelesen, dass Frauen klagten, sie könnten mit dem Womanizer zwar ohne Weiteres kommen, aber sonderlich schön sei es nicht. Weil mir das am Anfang auch so ging, kann ich nur meine o.g. Ratschläge wiederholen. Werdet kreativ! Macht es Euch schön!

Dazu sagen möchte ich allerdings auch, dass ich aus guten Gründen und anderen Erfahrungsberichten nicht an die 100%ige Orgasmusgarantie glaube, die der Hersteller verspricht. Das ist ja auch naheliegend: nicht jede Klitorisstimulation ist für jede Klitoris optimal, und Erfolgsversprechen von Sextoy-Herstellern sind allemal mit großer Vorsicht zu genießen. Rätselhaft mutet in diesem Zusammenhang auch an, dass der Hersteller auf seiner Homepage eine Studie vorstellt, derzufolge immerhin eine von 50 Frauen mit dem Womanizer nicht kommen konnte – bei einer Erfolgsquote von 98 % wäre ich persönlich ja mit 100-prozentigen Garantien vorsichtiger.

Aber wie dem auch sei: ich denke, der Womanizer ist sicherlich für viele Frauen einen Versuch wert und bietet eine wirklich einzigartige Stimulation. Falls er sich aber doch als Griff ins Klo entpuppen sollte, gibt es Foren,1  in denen man ihn an Neugierige oder Überzeugte weiterverkaufen kann, so dass sich der finanzielle Verlust einigermaßen in Grenzen hält.

Der Womanizer in Kürze

Womanizer, testberichtPro: Wenn ich nur ein einziges motorbetriebenes Spielzeug behalten dürfte, wäre es der Womanizer! Er bietet eine wirklich außergewöhnliche, sanfte und dennoch effektive Stimulation der Klitoris. Dabei verursacht er kaum die Vibrator-übliche Taubheit des bespielten Gebietes. Akkubetrieben und ausdauernd, im reisetauglichen Etui, per Mikro-USB-Kabel aufladbar.

Contra: Ich war am Anfang ziemlich angenervt von dem Ding. Nicht nur, weil es bei mir nicht so funktionierte wie geplant, sondern auch, weil es einen recht billigen Eindruck macht. Besoners ärgerlich: Der Corpus weist überall Rillen auf, die schwer zu reinigen sind, zumal der Womanizer nicht wasserdicht ist. Der Womanizer hat keine Tastensperre, und sieht – mein Geschmack! – einfach total stulle aus. Bei dem Luxuspreis wäre das alles eigentlich unverzeihlich, wenn … ja, wenn das Ergebnis nicht sooo wundervoll wäre …

Für den Einsatz zu zweit finde ich den Womanizer nicht optimal geeignet. Ich habe es bei der Liebsten ein paarmal probiert, aber selten die richtige Stelle oder Dosierung gefunden. Ist aber vielleicht nur eine Übungssache.

Hintzer diesem Link findet Ihr meinen Testbericht zum Womanizer Pro / W500.
  1. z.B. den “Marktplatz” auf lovetoytest.net und die “Tauschbörse” in der Gruppe “Sexspielzeug” auf joyclub.de  Zurück zum Text

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